Parodontologie – gesundes Zahnfleisch erhalten
Parodontitis ist eine der häufigsten Ursachen für Zahnverlust, und gut behandelbar, wenn man sie früh erkennt.
Umgangssprachlich wird sie oft Parodontose genannt – gemeint ist eine Zahnfleischentzündung des Zahnhalteapparats. Die typischen Symptome und die Kosten einer Parodontose-Behandlung besprechen wir transparent mit Ihnen.
Bei einer Parodontitis entzündet sich der Zahnhalteapparat, der Kieferknochen zieht sich zurück, Zähne können sich lockern. Die Erkrankung verläuft oft lange schmerzfrei und wird deshalb spät bemerkt. Studien zeigen zudem Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes – gesundes Zahnfleisch ist also weit mehr als Kosmetik.
Anzeichen einer Parodontitis
- Zahnfleischbluten beim Zähneputzen
- Mundgeruch und geröteter, geschwollener Zahnfleischsaum
- Zurückweichendes Zahnfleisch, empfindliche Zahnhälse
- Lockerung von Zähnen
Unsere Behandlung
Nach einer genauen Diagnostik reinigen wir die Zahnfleischtaschen gründlich, glätten Wurzeloberflächen und stimmen ein individuelles Nachsorge- und Prophylaxe-Programm auf Sie ab. So bringen wir die Entzündung zum Stillstand und erhalten Ihre Zähne. Die parodontologische Behandlung liegt bei uns in den Händen von Dr. Hartmut Sillmanns, Master of Science in Parodontology.
Ablauf der Parodontitis-Behandlung
Die Parodontitis-Behandlung folgt einem festen, von den Fachgesellschaften empfohlenen Ablauf. Zu Beginn messen wir mit einer feinen Sonde die Tiefe aller Zahnfleischtaschen und halten sie in einem Parodontalstatus fest. Dieser Befund zeigt, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist, und ist zugleich die Grundlage für den Antrag bei Ihrer Krankenkasse.
Aufklärung & Vorbehandlung
Sie erfahren, wie die Erkrankung entsteht und was Sie selbst beitragen können. Beläge oberhalb des Zahnfleischs werden gründlich entfernt.
Reinigung der Zahnfleischtaschen
Wurzeloberflächen werden unter Betäubung von bakteriellem Belag befreit und geglättet, damit sich das Zahnfleisch wieder anlegen kann.
Kontrolle nach der Heilung
Nach einigen Wochen messen wir erneut. In den meisten Fällen sind die Taschen deutlich flacher und die Blutung ist zurückgegangen.
Bei Bedarf: chirurgischer Schritt
Bleiben einzelne tiefe Taschen bestehen, behandeln wir gezielt und mikrochirurgisch – schonend und gewebeerhaltend.
Unterstützende Nachsorge
In festen Abständen kontrollieren und reinigen wir, damit die Entzündung nicht zurückkehrt.
Was kostet eine Parodontose-Behandlung?
Die eigentliche Parodontitis-Behandlung ist bei gesetzlich Versicherten eine Kassenleistung, wenn der erhobene Befund die Kriterien erfüllt. Wir stellen den Antrag für Sie und rechnen direkt mit Ihrer Krankenkasse ab. Auch die anschließende unterstützende Nachsorge wird über einen Zeitraum von zwei Jahren von den gesetzlichen Kassen mitgetragen.
Privat zu tragen sind ergänzende Leistungen, die über den Kassenstandard hinausgehen – etwa die begleitende professionelle Zahnreinigung oder mikrochirurgische Verfahren. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist und was es kostet, besprechen wir vorher offen und schriftlich.
Nachsorge: der entscheidende Teil
Parodontitis ist eine chronische Erkrankung. Sie lässt sich zuverlässig zum Stillstand bringen, aber nicht im Wortsinn heilen – ähnlich wie bei Diabetes braucht es dauerhafte Begleitung. Genau dafür gibt es die unterstützende Parodontitis-Therapie: Je nach Risiko sehen wir Sie alle drei bis sechs Monate, messen nach, reinigen die kritischen Stellen und greifen früh ein, wenn sich etwas verändert. Patientinnen und Patienten, die diese Termine einhalten, verlieren nachweislich deutlich seltener Zähne.
Zahnfleischgesundheit und der ganze Körper
Die Bakterien aus entzündeten Zahnfleischtaschen gelangen in die Blutbahn. Deshalb ist Parodontitis längst kein rein zahnmedizinisches Thema mehr: Sie steht in Zusammenhang mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Frühgeburten. Bei Diabetes wirkt es in beide Richtungen – eine behandelte Parodontitis kann die Blutzuckerwerte verbessern, und ein gut eingestellter Blutzucker erleichtert die Heilung des Zahnfleischs. Auch für Zahnimplantate gilt: Ein entzündungsfreier Zahnhalteapparat ist die Voraussetzung für dauerhaften Erfolg.
Häufige Fragen
Ist Parodontitis heilbar?
Die Entzündung lässt sich zum Stillstand bringen und kontrollieren. Entscheidend sind eine konsequente Behandlung und regelmäßige Nachsorge.
Wie beugt man Parodontitis vor?
Gründliche häusliche Pflege plus regelmäßige professionelle Zahnreinigung sind der wirksamste Schutz.
Was kostet eine Parodontose-Behandlung?
Bei entsprechendem Befund ist die Behandlung für gesetzlich Versicherte eine Kassenleistung; wir übernehmen den Antrag. Zusatzleistungen wie die begleitende professionelle Zahnreinigung besprechen wir vorher schriftlich.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Reinigung der Zahnfleischtaschen erfolgt unter örtlicher Betäubung und ist dadurch schmerzfrei. Danach kann das Zahnfleisch einige Tage empfindlich sein.
Wie oft muss ich zur Nachsorge?
Je nach Risiko alle drei bis sechs Monate. Diese Termine sind entscheidend dafür, dass die Entzündung nicht zurückkehrt.
Was hat Parodontitis mit Diabetes zu tun?
Beide Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig: Eine behandelte Parodontitis kann die Blutzuckerwerte verbessern, ein gut eingestellter Blutzucker begünstigt die Heilung des Zahnfleischs.
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