Zahnheilkunde bei Sillmanns, Rix & Kollegen in Bühl – präzises Instrumentarium
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Zahnheilkunde · Implantologie

Implantaterkrankungen erkennen und behandeln

Ein Implantat kann ein Leben lang halten, wenn das Gewebe darum gesund bleibt. Wir erkennen Entzündungen früh und behandeln sie mit modernsten Verfahren.

Periimplantäre Gesundheit – gesundes Gewebe um das Zahnimplantat (Grafik)

Stadium 0: Periimplantäre Gesundheit

Periimplantäre Gesundheit ist immer das Ziel unserer Behandlung. Dieser Zustand zeichnet sich durch fehlende Entzündungszeichen wie Blutungen oder Knochenverlust aus. Durch gute Mundhygiene und regelmäßige Prophylaxe in unserem Recall-Programm bleibt das Implantat entzündungsfrei.

Periimplantäre Mukositis – Zahnfleischentzündung am Implantat (Grafik)

Stadium 1: Periimplantäre Mukositis

Bei der periimplantären Mukositis liegt bereits eine Entzündung der umliegenden Gingiva (Zahnfleisch) vor – der Knochen ist noch nicht befallen. Durch Anlagerung eines bakteriellen Biofilms kommt es zu vermehrtem Zahnfleischbluten.

In diesem Stadium sollte sofort mit einer Behandlung begonnen werden, um eine Verschlechterung mit möglichem Knochenverlust zu verhindern.

Periimplantitis – Entzündung mit Knochenabbau am Implantat (Grafik)

Stadium 2: Periimplantitis

Bei der Periimplantitis hat die Entzündung den Knochen und die Implantatoberfläche erreicht. Jetzt ist eine gut abgestimmte Therapie notwendig, um das Implantat langfristig erhalten zu können.

Wir nutzen dafür in unserer Praxis ein neues, fortschrittliches Verfahren: GalvoSurge. Dabei wird die komplette Implantatoberfläche vom bakteriellen Biofilm gereinigt und der fehlende Knochen wieder aufgebaut.

* Die Grafiken wurden uns freundlicherweise durch Geistlich Biomaterials Deutschland GmbH zur Verfügung gestellt.

Ihr Implantat blutet beim Putzen oder das Zahnfleisch ist gerötet? Warten Sie nicht – je früher wir behandeln, desto einfacher lässt sich Ihr Implantat erhalten.

Woran Sie eine Entzündung erkennen

Implantate bekommen keine Karies – aber das Gewebe um sie herum kann sich entzünden, genau wie beim eigenen Zahn. Der Verlauf ist tückisch, weil er lange schmerzfrei bleibt. Achten Sie auf diese Zeichen:

  • Zahnfleischbluten beim Putzen rund um das Implantat
  • Gerötetes, geschwollenes oder druckempfindliches Gewebe
  • Zurückweichendes Zahnfleisch, sichtbar werdender Implantatrand
  • Schlechter Geschmack oder Austritt von Sekret
  • Ein Gefühl von Lockerung – hier ist rasches Handeln nötig

Entscheidend ist der Unterschied zwischen den beiden Stadien: Solange nur das Weichgewebe entzündet ist, lässt sich der Zustand vollständig zurückführen. Ist der Knochen bereits betroffen, kommt er nicht von allein zurück – dann geht es darum, den Verlust zu stoppen.

Wer besonders aufpassen sollte

Das Risiko ist nicht bei allen gleich. Deutlich erhöht ist es bei Rauchern, bei schlecht eingestelltem Diabetes, bei Menschen mit einer Parodontitis in der Vorgeschichte und immer dann, wenn die regelmäßige Nachsorge ausbleibt. Auch schwer zu reinigende Konstruktionen begünstigen Entzündungen.

Vorsorge ist die beste Behandlung

Wer Implantate hat, sollte zwei- bis viermal jährlich zur professionellen Reinigung kommen. Dabei messen wir das Gewebe rund um jedes Implantat, entfernen Beläge mit implantatschonenden Instrumenten und erkennen Veränderungen, lange bevor sie Beschwerden machen. Zu Hause zählen die Zwischenräume: Interdentalbürsten in der passenden Größe, Zahnseide für Implantate oder eine Munddusche – was für Ihre Versorgung geeignet ist, zeigen wir Ihnen. Diese Termine sind der Grund, warum Implantate über Jahrzehnte halten können.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Mukositis und Periimplantitis?

Bei der Mukositis ist nur das Weichgewebe entzündet – dieser Zustand ist vollständig umkehrbar. Bei der Periimplantitis ist bereits Knochen abgebaut; er kommt nicht von allein zurück.

Kann ein Implantat wieder verloren gehen?

Ja, wenn eine Entzündung unbehandelt bleibt und der Knochen weiter abgebaut wird. Früh erkannt lässt sich der Verlauf in aller Regel stoppen.

Wie oft sollte ich mit Implantaten zur Kontrolle?

Zwei- bis viermal jährlich, je nach Risiko. Dabei wird das Gewebe gemessen und mit implantatschonenden Instrumenten gereinigt.

Erhöht Rauchen das Risiko?

Deutlich. Rauchen ist neben schlecht eingestelltem Diabetes und einer Parodontitis in der Vorgeschichte der wichtigste Risikofaktor.

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